Lust auf Ostsee?

 

 

Das war sie also: die 13. Rallye; gar nicht soo schlimm!
allen Unkenrufen zum Trotz ist sie, wie auch alle vorherigen Veranstaltungen in bewährt ordentlicher Manier über die Bühne gegangen.
Obwohl: so ganz ungeschoren sind wir denn doch nicht davon gekommen.
Aber das schieben wir nicht auf die ominöse Zahl, sondern vielmehr auf- und
dafür kann ja bis heute keiner was, das Wetter.
Wir lagen im Vorfeld durchaus im üblichen Limit, was die Zahl der Anmeldungen betraf, als aber die Wetterprognosen konkreter und nicht unbedingt besser wurden, haben einfach mal ne Menge Leute wieder abgesagt. Interessant dabei, was wir alles
für Begründungen gehört haben. Ja und die in den letzten Jahren immer mehr gewordenen SonnabendfrühspontanentscheiderInnen sind dann auch einfach in der Kiste geblieben. Verständlicherweise. Nachdem dann die ersten Regenignoranten aus OVP am Start eingelaufen sind, wurde das Wetter zunehmend gut und besser, so dass man auch trockenen Fußes einen unverdünnten, weil eben KEIN Wasser von oben, Startkaffee einnehmen konnte. So langsam trudelten dann Fahrer und Fahrerinnen mit und ohne (Biker)Nachwuchs ein, teilweise war sogar die F2- Geberation vertreten… Gut so.
Dann konnte es auch in gewohnter Weise losgehen.
Zunächst gab es wieder was zur körperlich- koordinativen Ertüchtigung; anschließend was zum Einschwingen auf und mit den Moppeds. Das Drei-Generationen-Team der Fahrschule Blitz hatte nämlich ein paar Übungen aufgebaut, bei denen sich jeder mal zusammen mit seinem Lieblingsspielzeug auf der Straße ausprobieren konnte. Sozusagen eine dreidimensionale Mensch-Maschine-Straße- Koordination. Auch wenn unter Realfahrbedingungen niemand Wasserbecher von einem auf den anderen Tisch bugsiert, auf Schalbrettern entlang "brettert" oder gar eine rote Longe um eine Autofelge zirkelt, waren das alles Übungen, die geeignet sind, sich selbst und die Maschine beherrschen zu üben, und ggf. auch diesbezügliche Defizite aufzuzeigen. Dennoch oder gerade deshalb hat es allen Spass gemacht und mit entsprechendem Einsatz waren die TeilnehmerInnen auch dabei.
Ab 9:30 sind dann nach und nach knapp 40 Moppeds auf die eigentliche Piste, um sich durch den Fragenkatalog zum Ziel zuarbeiten. Dabei war es gut zu wissen, was eine KGA ist. Einige haben dabei die Vorstufe zum KGB vermutet, lagen aber weit daneben…, es galt eine grüne Kuh in Groß Kedingshagen zu orten und abzuschätzen wie viele "richtige" Kühe denn so in einen bestimmten Stall passen. Dann weiter über Alten- und Neuenpleen nach Küstrow, auf den "way of future-energy", vorbei an Relikten aus der Vergangenheit. Über Glöwitz führte der Weg dann weiter nach Barth, wo die ersten schon schwächelten und nicht an den Leckerfischbrötchenbudenschiffen am Hafen vorbei kamen. Obwohl es noch soo viel zu tun gab Dafür haben wir vollstes Verständnis. Nun dann ging es mit Vor- und Rücksicht über die Meiningenbrücke auf den Darß, um herauszufinden, was denn in Prerow so alles im Zuge der (kulinarischen) Globalisierungsbewegung passiert ist. Über Wustrow und den Marktbrunnen von Ribnitz-Damgarten ging es weiter zur "eisigsten" Firma in Plummendorf. Dann die schöne (Renn)Strecke von Ahrenshagen nach Marlow, vom "Bau-" zum Brauhaus und weiter in die ehemalige Salz- u. Salinenstadt. Weiter ging's an "rosigen" Ferienwohnungen vorbei, durch die "City" von Franzburg. Dann kam sie: die Frage aller Fragen:
Das wurde sie deshalb, weil sie keiner komplett richtig gelöst hat. Das gab es noch nie! Angesichts einer großen, weithin sichtbaren Analoguhr, die ihren Dienst eingestellt hatte, sollten lediglich zwei Möglichkeiten genannt werden, an denen die Zeit dort stehen geblieben sein könnte…
Abschließend war noch etwas personelles Insiderwissen über den US Geheimdienst FBI gefragt, bevor es dann zu Rumpelstilz(chen) nach Krummenhagen ging. Ziel erreicht- nach 170 km; bei optimaler Routenführung.
Wieder ein echtes Highlight war die Mitbringselfrage. An der Art und Weise, wie diese gelöst wurde, zeigt sich u.a. die Qualität des TeilnehmerInnenfeldes. Man spricht nicht zu Unrecht von einer Veranstaltung für intelligentes Motorradfahren .:
Das Rumpelstilzchen hatte mir nämlich im Vorfeld verraten, dass sein Vater, der (Ober) Rumpelstilz just an diesem Sonnabend Geburtstag hat(te).
Aber dazu später.
Zunächst hatten wir kurz nach Ankunft der letzten Fahrgemeinschaft mit einem wolkenbruchartigen Regenschauer, zu kämpfen, der die wohlverdiente Nahrungs-
und Getränkeaufnahme zwar nicht verhinderte, doch aber etwas durcheinander brachte.
Das Feld musste von den Außenplätzen im Garten in die Scheune evakuiert werden und zwar möglichst schnell und geordnet…
Hat aber gut geklappt und Kuchen bzw. später Gegrilltes schmeckten umso leckerer.
Danke an dieser Stelle dafür an das Team vom Rumpelstilz…
Wir hatten ein Problem gelöst, nämlich: wie bekommen wir wo alle zusammen, die
sich ein überraschend aufgetauchtes Video ansehen wollten. Nämlich von der Rallye aus dem Jahr 2002, die an gleicher Stelle endete.
Teil zwei der kulturellen Einlagen war dann Frau Brilke, die Betreiberin der Hotel-Pension Meyer in Negast. Sie ist im Zweit- oder Drittberuf Food-Stylistin. Frei übersetzt: Gemüseschnitzerin. Wer stand nicht schon mal vor einem Gala-Buffet und hat sich gefragt, was sind das für Leute, die aus Melonen, Möhren, Radieschen, Äpfeln usw. Kunstwerke schnipseln, die man kaum zu essen wagt, ohne Gefahr zu laufen, als Kunstbanause diskreditiert zu werden. Nun wissen wir es, weil wir es live erleben durften.

Ein weiterer Höhepunkt war dann die Gratulationskur für das Geburtstags"kind".
Die TeilnehmerInnen waren aufgefordert, anlässlich der 13. Rallye und des Geburtstags mit zwei gleichen Zahlen, einen kleinen Glücksbringer zu besorgen, der nun persönlich überreicht wurde. Die Ideen reichten von Blumen und Glücksklee über selbstgebaute Katzen, einen Glückspilz, Glücksscherben, Glückskekse- bis hin ja glaubt es oder nicht- einem leibhaftigen Schornsteinfeger. Ob das Geburtstagskind all dieses "Glück" braucht, wissen wir natürlich nicht, aber verdient hat er es! Noch mal Herzlichen Glückwunsch Burkhardt S. zum 55.!

Die Gewinner der Rallye waren dieses mal nicht schwer zu ermitteln, weil wir klare (Punkt)Verhältnisse hatten und uns daher aufwändigere Stechen um die Plätze sparen konnten:

Hier die Übersicht:

Sieger: Ulf Waterstraat 12 vergebliche Anläufe und ein 2. Platz: endlich mal gewonnen!
2. Platz Holger Vonberg nach langjähriger, kontinuierlicher Teilnahme erstmals auf dem Podest
3. Platz Torsten Foth Fahr- und Abräumgemeinschaft Kaminski/ Foth; gute Vorbereitung und beispielhafter Teamgeist als Garant für dauerhaften Erfolg
DIE Beste Sonja Last nicht weil sie die Einzige ist oder nur wenige Frauen mit fahren, sondern weil sie einfach gut ist…

Wir bedanken uns wie immer bei allen TeilnehmerInnen und auch allen die uns zwar wohl gesonnen sind, aber dieses mal wirklich was Besseres vor hatten, bei unseren Sponsoren, sowie dem (studentischen) Supportteam und freuen uns aufs nächste Mal.
Das wäre dann am 2./3. Juni 2012


Herzliche Grüße mit den besten Wünschen für eine interessante, spannende und vor allem unfallfreie Motorradsaison

Volker & Christine




 

 


 

zu den Fotos...

 

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